1.FC Kaiserslautern – ein Traditionsverein am Abgrund

Immerhin war der 1.FC Kaiserslautern vor zehn Jahren überraschend Deutscher Meister geworden, als man als Aufsteiger sich den Titel noch vor dem großen FC Bayern sichern konnte. Diese sportlichen Erfolge scheinen angesichts des sportlichen Niedergangs nur noch Makulatur, denn die Roten Teufel taumeln hilflos in Richtung 3. Liga und somit der Bedeutungslosigkeit. Auch der Trainerwechsel von Ketjil Rekdal zu Milan Sasic konnte bisher nicht die Wende bringen und wenn man den Spielern am Freitag nach der Niederlage gegen Hoffenheim ins Gesicht gesehen hat, sah man kaum noch Hoffnung. Trotzdem können die Spieler in den ausstehenden sieben Spielen noch das Horrorszenario verhindern, der vermutlich den Verein auf Jahre zurückwerfen würde.

Der Niedergang des Traditionsvereins lässt an vielen Fehlern festmachen, die aber bereits in der Vergangenheit liegen und weniger im aktuellen Kader begründet liegen. Trainer Rekdal musste zu Saisonbeginn eine Mannschaft zusammenstellen, die aufgrund ihres Alters nur wenig konkurrenzfähig waren. Die finanziellen Engpässe verhinderten die Verpflichtung erfahrener Spieler, mit denen man das langfristige Ziel Aufstieg hätte in Angriff nehmen können. Die ständigen Querelen im Vorstand behinderten zudem ruhige Analyse der Lage und schreckten potenzielle Sponsoren ab. So waren beim FCK allein in dieser Saison drei Sportdirektoren beschäftigt.

Große Hoffnungen verbindet man mit dem Engagement von Stefan Kuntz als neuer Vorstandsvorsitzender. Dieser hat zuletzt sehr erfolgreich beim VfL Bochum gearbeitet und hofft nun das Ruder noch einmal herumreißen zu können.

Der Abstieg des 1. FC Kaiserslautern wäre ein großer Verlust für die deutsche Fußballlandschaft.

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